Storia della cucina Marchigiana

Das Meer, dichte Wälder mit alten Eichen, reizvolle Hügelketten, auf deren Höhen sich mittelalterliche Städte mit Kirchen, Klöstern oder Festungen erheben, und gastfreundliche Menschen, die ihre Heimat über alles lieben – dies alles kennzeichnet die vom Tourismus noch weitgehend unerschlossenen Marken. Auch aus kulinarischer Sicht hat diese Region eine ganz eigene Charakteristik. Während im benachbarten Umbrien eine ganz einfache Küche vorherrscht, liebt man in den Marken das Aufwendige und Raffinierte, jedoch ohne sich dabei im Exzessiven zu verlieren.

Fischfang

Der Fischfang vor der Küste der Marken deckt 10% des italienischen Bedarfs an Fisch und Meeresfrüchten. In den Hafenstädten haben die Kutter Sardinen, Kraken, Steinbutte, Tintenfische und Drachenköpfe an Bord. Auch Krustentiere wie Hummer, Langusten, Heuschreckenkrebse und Meerspinnen lassen sich in der fischreichen Adria fangen. In den felsigen Küstengewässern sind auch Venusmuscheln, Miesmuscheln, Meeresdatelln und Meerscheiden zu finden.

Gioacchino Rossini

Nach siener letzten großen Oper „Wilhelm Tell“ begab sich der 37jährige Komponist auf der Höhe seines Erfolges in den Ruhestand, um für die kommenden 39 Jahre Zeit und Muße für sein Hobby, die buona tavola zu haben. Als Rossini im Jahre 1868 starb, hinterließ er einige selbstkreirte Rezepte. Außerdem hatten ihm zahlreiche Köche ihre Kompositionen gewidmet, sodaß heute über 100 Gerichte mit dem Zusatz „alla Rossini“ in Umlauf sind.

Käse

Wie in ganz Mittel und Süditalien wird auch in den Marken der Schafskäse Pecorino hergestellt, doch hier isst man ihn nicht nur, sodern spielte man mit ihm. Heute wird der „gioco della ruzzola“ nur noch in wenigen Gemeinden veranstaltet, und statt des Pecoroinos wird nur ein Holzkäse eingesetzt.

Süsses

Wie ihre Nachbarn in Umbrien backen die Marchigiani gerne gehaltvolle, süsse Kuchen wie etwa den Bostrengo, einen mächtigen Reiskuchen, in dessen Teig Rosinen, getr. Feigen, Kakaopulver, Maismehl, Rum, Kaffee, Zucker oder Honig sowie frische Früchte gehören.

Adriaweine

Mit ihren Nachbarn, unter ihnen auch Umbrien und die Toskana, teilen sich die Marken eine ganze Reihe von Wein- Eigenschaften, angefangen von besten Rebsorten bis hin zu den verschiedenen Bodenarten und dem Klima. Der Weinbau bedeckt große Teile der Hügel im Hinterland der langen Adriastrände und stößt gelegentlich, wie beispielsweise bei den Felsmassiven von Ancona, bis direkt an das Meer vor. Der milde Einfluß des Meeres steht im krassen Kontrast zu den tief ins Innere vorstossenden Apenninentälern mit ihrem kühleren und rauen Klima, das seine eigenen Weincharaktere hervorbringt.

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